Verkaufszahlen – Tag 8

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Gestern war ein guter Tag.

Ich rutschte gegen Abend auf Platz 14 im Ranking vor und siehe da, wie mir die Amazon-Statistik heute morgen bestätigte, habe ich auch entsprechend mehr verkauft.

Jetzt sieht es folgendermaßen aus:

Für acht Tage, ist das wahrlich kein übles Ergebnis. Möge es so weitergehen. Interessant wäre zu erfahren, wer die Käufer waren, woher sie kamen. Leider gibt das die Amazon-Statistik nicht her.

Zufrieden bin ich jedenfalls mit der Tatsache, dass sich SECHS seit Tagen recht konstant in den Top 100 hält. Nicht ganz verständlich ist mir, warum die Plätze zwischen Kindle und Webshop so differieren.

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7 comments on “Verkaufszahlen – Tag 8

  1. Hallo Herr Gerhardt,

    hier noch ein informativer Link:

    http://blog.zdf.de/hyperland/2011/10/der-grosse-e-book-schwindel/

    Schöne Grüße von
    AR

    • admin on said:

      Vielen Dank für den Link. Den kannte ich noch nicht – im Gegensatz zum erstgenannten. Aber geht es darum, reich zu werden? Mir nicht. Ich publiziere meinen Roman auch nicht deshalb im Selbstverlag und an einem konverntionellen Verlag vorbei, weil ich etwa abgelehnt worden wäre (ich habe es nicht einmal versucht und will es auch nicht), sondern weil ich seit bald fast zwei Jahrzenten im Internet publiziere und daher die logische Konsequenz ist, das auch mit meinem Roman zu tun. Ich bin fasziniert von der Möglichkeit – zumindest theoretisch – ein großes Publikum erreichen zu können. Dabei ist es mir Einerlei, ob ich damit reich werde oder nicht. Würde ich einen Roman mit diesem Hintergedanken schreiben, dann würde ich ihn besser nicht begonnen haben. Wenn ich in meinem Blog von einer Yacht rede, dann ist das auch eher scherzhaft gemeint :)

  2. Hallo Herr Gerhardt,

    das ist eine überaus sympathische Einstellung. Ein Buch sollte in der Tat deshalb
    geschrieben werden, weil man eine gute Idee hat und nicht deshalb, um fett
    anzusahnen.

    Daß Sie Ihr Buch geschrieben haben, weil Sie eine literarische Idee umsetzen
    wollten, merkt man Ihrem Werk an, daran besteht kein Zweifel.

    Dieses schöne Werk nun für 99 Cent anzubieten, wird dem Werk nicht gerecht.

    Der Anteil der verkauften E-Bücher am Bücherverkauf insgesamt betrug 2010
    0,7%. Wenn jetzt die Jubelmeldungen erscheinen von der Verdoppelung der
    Verkaufszahlen, dann sind das immer noch lächerliche 1,4%.

    Im übrigen ist es ärgerlich, daß lediglich Hoffnungen geweckt werden. Demnächst
    steigen die E-Buch-Verkäufe ins Unermeßliche. Auf jeder Buchmesse wird das
    kolportiert. Mit Zahlen hält man sich dann aber bedeckt. Besonders Apple ist ein
    “closed shop” und nur für Apple-Gläubiger.

    Bei Amazon gibt es diverse E-Buch-Bestseller-Listen. Doch niemand erfährt,
    wie viele E-Bücher dahinter stecken. Sind das 100 – 1.000 oder 10.000 verkaufte
    E-Bücher?

    Alle Welt schreibt E-Bücher, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen, dessen
    Größe unbekannt ist :-)

    Recht schöne Grüße von
    AR

    • admin on said:

      Sicher haben Sie recht. Das Buch so zu verhökern, gefällt auch mir nicht. Aber um der Masse der Publikationen etwas entgegensetzen zu können, bedarf es dann leider dieser Mittel. Denn wie Sie sagen: Alle Welt schreibt jetzt ebooks. Ob das gut oder schlecht ist, im Sinne der Qualität, sei mal dahingestellt. Ich für meinen Teil werde den Preis natürlich irgendwann wieder anheben, denn ich mag nicht wirklich dazu beitragen, dass sich im Leser das Gefühl festsetzt, Literatur müsse “billig” sein. Das führt wahrscheinlich nur dazu, dass man sich einen Titel herunterlädt, der dann ewig auf dem temporären Speicher des E-Reades herumdümpelt – ungelesen.

      Der viel kolportierte E-Book-Hype … mehr herbeigeredet, als wirklich Realtität. Wem nützt’s? Amazon und anderen Plattformen? Ganz sicher. Den Herstellern der Geräte? Auch. Dem Autoren? Fraglich.
      Viele Autoren scheinen nur die Dollarzeichen zu sehen und die Kunst, die Qualität, bleibt dabei auf der Strecke.

  3. Guten Abend Herr Gerhardt,

    Sven Regener hat zu diesem Thema eine dezidierte Meinung:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,823144,00.html

    Das Problem, wenn etwas sehr wenig oder gar nichts kostet, führt dazu,
    daß die Leute meinen, es habe keinen Wert.

    Oder auch: “Alles hat seinen Preis!” Was keinen Preis hat ist wertlos.

    Sie hatten 440 Downloads in sehr kurzer Zeit. Das ist respektabel, keine
    Frage.

    Allerdings ist es schwer zu sagen, wie viele sich Ihr schönes E-Buch
    heruntergeladen, weil es nichts kostet. Oder anders gefragt: Wer liest
    es?

    Aber Sie haben natürlich recht, man muß Marketing betreiben und
    unter Umständen auch etwas kostenlos anbieten.

    Ich bin sehr gespannt, wie Ihr Eperiment weitergeht.

    Schöne Grüße von
    AR

  4. admin on said:

    Die Downloadzahlen sind in der Tat respektabel. Einbilden werde ich mir darauf nichts. Denn wie Sie sagen: “Wer liest es?” Die Antwort kenne ich: Kaum einer. Aber vielleicht gehören von diesen bis jetzt fast sechshundert, einige wenige zu den wenigen “Downloadern” die es tun. Und wenn die Spaß daran hatten und vielleicht eine Rezension schreiben, bin ich schon zufrieden.

    Und was die Meinung von Sven Regener angeht: Dem stimme ich grundsätzlich zu.

  5. Hallo Herr Gerhardt,

    es gibt leider auch noch das Problem der konkurrierenden Lesegeräte.
    Meine Tochter liest viel und gerne. Doch Ihr E-Buch wird sie nicht lesen
    können, denn sie hat ein Lesegerät von Sony und keinen Kindle.

    Jeder versucht sein eigenes Süppchen zu kochen und alle wollen reich
    werden. Nur der Autor bleibt dabei irgendwie auf der Strecke.

    http://www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2012/03/16/mehr-platz-am-digitalen-buffet.htm

    Wenn Amazon 70% Tantiemen anbietet, was aber an bestimmte Voraus-
    setzungen geknüpft ist, wie ich das verstanden habe, dann kann das Amazon
    nur deshalb machen, weil Amazon so gut wie keine Kosten entstehen, wenn
    ein E-Buch eingestellt wird.

    Über die Verkaufszahlen wird dichter Nebel gelegt. Noch schlimmer ist das
    bei Apple.

    Amazon veröffentlich endlos E-Bücher, was so gut wie nichts kostet und
    kassiert dann trotzdem ab, sollte sich ein E-Buch super verkaufen.

    Die Autorenseele bleibt auf der Strecke. Immerhin, ohne das Werk des
    Autors gebe es gar nichts. Da verlassen sich Amazon & Co. ganz auf die
    Dollarzeichen in den Augen der ambitionierten Autoren. Das funktioniert
    ja auch. Der Stoff geht nie aus :-)

    Schöne Grüße von
    AR

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